Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie werden die aktuell vorhandenen und bewusstseinsnahen Probleme und Konflikte, die im Zusammenhang mit der Lebensgeschichte zu verstehen sind, innerhalb einer vertrauensvollen und verlässlichen Beziehung im Umgang mit der Alltagsrealität bearbeitet und nach neuen Lösungswegen gesucht. Ziel ist es, das emotionale Gleichgewicht der jungen Patienten herzustellen und damit seine Ich-Kräfte zu stärken. Durch die wiedergewonnene Affektregulierung und Impulssteuerung kann das Selbstvertrauen gestärkt und wieder ein Zugang zu den eigenen Fähigkeiten und Ressourcen geschaffen werden.
Die tiefenpsychologisch fundierte Langzeittherapie findet bei Kindern und Jugendlichen regelmäßig und kontinuierlich zu fest vereinbarten Terminen wöchentlich über einen längeren Zeitraum hinweg statt.

Analytische Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen ist eine besonders beziehungsintensive Behandlungsmethode. Sie findet in der Regel 2-stündig statt und dauert unter Umständen bis zu drei Jahren. Innerhalb der therapeutischen Beziehung kommt es zu einem intensiven therapeutischen Prozess. Auch hier geht es darum, aktuelle Konflikte im Zusammenhang mit der Lebensgeschichte des Kindes/Jugendlichen zu verstehen und zu bearbeiten. Verstärkt geht es um die 'innere Welt' der Patienten, ihre oft unbewussten existentiellen Bedürfnisse, Wünsche, Ängste und Affekte.
Innerhalb der therapeutischen Beziehung können die unbewussten zugrundeliegenden frühen Störungen und Konflikte wiedererlebt und anschließend be- und verarbeitet werden.

Therapiemethoden

In allen Therapieverfahren sind kreatives Spiel, Malen, therapeutisches Sandspiel und der Umgang/das Verstehen mit/von Träumen wichtige Hilfsmittel bei Kindern, um ihre Konflikte darzustellen und daran zu arbeiten.
Bei Jugendlichen steht das Gespräch im Vordergrund, manchmal ergänzt durch kreatives Malen, szenisches Arbeiten, Aspekte aus der Gestalttherapie und systemischen Ansätzen, sowie Traumarbeit.

Elternarbeit

Ein wichtiger Bestandteil der psychotherapeutischen Arbeit mit den Kindern ist die Zusammenarbeit mit den Eltern/Bezugspersonen. Sie wird in der Regel im Verhältnis vier Kinderstunden - ein Elterngespräch wahrgenommen.
Bei der Psychotherapie von Jugendlichen wird der Elternarbeit eine andere Rolle zuteilt. Hier kann es im Einzelfall sein, dass mit den Eltern meist in weniger engen Zeiträumen gearbeitet wird. Aber der Schwerpunkt liegt in der Jugendlichenpsychotherapie bei den Jugendlichen selber.
In der Elternarbeit geht es darum, mit den Eltern ein neues Verstehen von Zusammenhängen der Störung zu erarbeiten. Dabei kann es von Wichtigkeit sein, dass auch partiell eigene Lebenserfahrungen der Eltern, eigene Lebensschwierigkeiten mit betrachtet werden. Ziel ist es, die Rollen der Bezugspersonen zu klären und zu stärken.
Elternarbeit ist eine sehr spezielle Form der Psychotherapie. Eltern sind nicht unmittelbare Patienten, werden aber als Teil des zu betrachtenden und behandelnden Systems wahrgenommen und einbezogen.